

Kostbare Abluft
Mit neuer Technologie auf dem Weltmarkt erfolgreich – der ELE-Partner Klingenburg
Energie, die zurückgewonnen wird, muss nicht neu produziert werden. So einfach sich diese Idee auch anhört, so anspruchsvoll ist ihre Umsetzung. Wärme- und der damit verbundene Energieverlust haben im privaten wie auch im industriellen Umfeld ihre Ursache meist in einer ineffizienten Belüftung, durch die sprichwörtlich viel Geld zum Fenster hinausverfeuert wird.
Die Klingenburg GmbH mit Sitz in Gladbeck ist seit 1979 führend im Bereich der Energierückgewinnung bei Klima und Lüftungstechnik tätig. Mit neuen Wärmeaustauschertechnologien gelingt der Forschungsabteilung des Traditionsunternehmens, das auch in Zukunft seinen Standort in der Region bewahren will, eine konsequente Umsetzung der Idee der fast vollständigen Rückgewinnung von Wärmeenergie. Der langjährige ELE-Partner im Bereich Strom und Gas entwickelt Tauscherelemente, die in herkömmlichen Klima- oder industriellen Belüftungsanlagen, zum Beispiel von Lackierereien, verwendet werden können. Für den Einsatz in Großanlagen eignen sich besonders Rotationswärmeaustauscher (RWT), bei denen die Wärme der Abluft an eine lamellenförmige Speichermasse aus Aluminium oder Zellulose abgegeben wird. Durch die Rotation wird die erhitzte Speichermasse nun in den Zuluftstrom bewegt, um dort die Frischluft aufzuwärmen.
Vorteile für Ökonomie und Ökologie
Was für die Wärmeenergie gilt, behält auch im Sommer für die Kälterückgewinnung seine Gültigkeit, sodass ganzjährig Energie eingespart werden kann. Bestes Beispiel hierfür ist der Gegenstrom-Plattenwärmeaustauscher, der im Gegensatz zum RWT bei kontrollierter Wohnraumbelüftung zum Einsatz kommt. Bei diesem Prinzip werden die Luftströme durch dünne Platten voneinander getrennt, aneinander vorbeigeleitet und tauschen dabei ihre Wärme- beziehungsweise Kälteenergie aus. Durch verschiedenen Baugrößen passen Klingenburg Wärmerückgewinner in beinahe jedes Klimagerät.
„Der Wirkungsgrad für die Wärmerückgewinnung liegt je nach Modell bei bis zu 90 Prozent.“ Peter Bräutigam, Technischer Leiter bei Klingenburg, ist stolz auf dieses Ergebnis, das zugleich auch für den Weltmarkt neue Standards setzt. Der hohe Wirkungsgrad verringert den Bedarf an Energie, die nötig wäre, um die frische Zuluft auf die im Klimaprozeß gewünschte Temperatur zu erwärmen. Die so eingesparte Energie führt einerseits zu einer finanziellen Entlastung. Damit sind auch die Voraussetzungen für eine schnelle Amortisation gegeben. Andererseits werden aber auch die fossilen Energieträger geschont, was zu einer positiven Umweltbilanz beiträgt.
aus: ELE-Kontakt, Juni 2004