Rückwärmzahl

Die Rückwärmzahl gibt den Wirkungsgrad der Wärmerückgewinnung an. An ihr lässt sich ablesen, wie viel Wärme aus der Abluft zurückgewonnen werden kann. Die Rückwärmzahl kann sich auf die Temperatur der Außenluft beziehen oder auf die Temperatur der Fortluft. Wichtiger ist in der Regel die Berechnung bezogen auf die Fortluft. Die Rückwärmzahl wird mit Ф angegeben.

Beispiel: Rückwärmzahl bezogen auf die Außenluft

Obenstehende Grafik symbolisiert einen Rotationswärmetauscher. Die ins Gebäude einströmende Luft unterteilt sich in Außenluft und Zuluft, die ausströmende Luft in Abluft und Fortluft, die sämtlich unterschiedliche Temperaturen aufweisen.

Die Formel zur Berechnung der Rückwärmzahl bezogen auf die Außenluft lautet:

Ф = tZuluft T2.2 tAußenluft T2.1 / tAbluft T1.1 – tAußenluft T2.1

Berechnung anhand eines Gegenstrom-Plattenwärmetauschers

Hier ergibt sich:

Ф=16°-0° / 20°-0°=0,8

Die Rückwärmzahl bezogen auf die Außenluft beträgt 0,8. Damit liegt der Wirkungsgrad dieses Gegenstrom-Plattenwärmetauschers bei 80 Prozent.

Bezogen auf die Fortluft wird die Rückwärmzahl mit folgender Formel berechnet:

Ф = tAbluft tFortluft / tAbluft – tAußenluft

Rückfeuchtezahl

Analog zur Rückwärmzahl lässt sich auch der Wirkungsgrad bei der Rückgewinnung von Luftfeuchtigkeit berechnen. Die Rückfeuchtezahl wird mit Ψ angegeben, die absolute Feuchtigkeit in g/kg mit X.

Rückfeuchtezahl bezogen auf die Außenluft

Ψ = XZuluft – XAußenluft / XAbluft – XAußenluft

Rückfeuchtezahl bezogen auf die Fortluft

Ψ = XAbluft – XFortluft / XAbluft – XAußenluft

Bei Rotationswärmetauschern wird nicht nur die sensible Wärme bzw. Kälte zurückgewonnen, auch die latente Wärme in Form der relativen Feuchte wird regeneriert.  Besonders stark ist dies bei Sorptionsrotoren und Enthalpierotoren von Klingenburg der Fall.